{"id":230,"date":"2012-03-23T23:11:03","date_gmt":"2012-03-23T23:11:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/?p=230"},"modified":"2015-02-03T11:42:26","modified_gmt":"2015-02-03T11:42:26","slug":"wertschopfung-mit-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/wertschopfung-mit-social-media\/","title":{"rendered":"Wertsch\u00f6pfung mit Social Media"},"content":{"rendered":"<p>Die Session 2 am 22.03.2012 befasste sich mit dem Thema der \u201eWertsch\u00f6pfung mit Social Media\u201c.<\/p>\n<p>Der erste Vortrag <strong>\u201eMedienwandel durch Social Media: Auswahlentscheidungen im Internet\u201c<\/strong> von Hardy Gundlach von der Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften Hamburg befasste sich mit einer empirischen Untersuchung, deren Kernhypothese die folgende war: Rezipienten und aktive Internetnutzer fragen Informationen von Journalisten nach.Im Rahmen eines Projektes betrachtete man Lokales und Regionales der Metropolregion Hamburg im Internet. \u00a0Hierbei waren die Gr\u00fcnde f\u00fcr Selektionen beachtenswert. Welches regionale Online-Informationsportal ist f\u00fcr die Nutzer am interessantesten?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Kern der Forschungsmethodik war es, die Entscheidungen des Nutzers messbar zu machen und die subjektiven Entscheidungsgr\u00fcnde zu erfahren.Um die Entscheidungen zu messen, gibt es zwei Verfahren: Das Kompositionelle sowie das Dekompositionelle Verfahren. W\u00e4hrend Ersteres wie ein Punkteverfahren funktioniert, schlie\u00dft Letzteres vom Gesamtnutzen auf den Einzelnutzen. Dies ist allerdings aufwendiger zu bewerkstelligen.Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Wichtigkeitsabfrage des Kompositionellen Verfahrens keine realistische Entscheidungssituation darstellt, w\u00e4hrend das Dekompositionelle Verfahren eine auswahlbasierte Conjoint-Analyse bietet.Die hybride Methode Adaptive CBC Interview Flow f\u00fchrt hierbei nur f\u00fcr den Nutzer relevante Auswahlm\u00f6glichkeiten auf. Der Befragte gestaltet so den Befragungsbogen vorher mit, bevor die eigentliche Befragung stattfindet.<\/p>\n<p>Das abschlie\u00dfende Fazit von Herrn Gundlach lautete, dass mehr Wettbewerb im Medienbereich durch Social Media Angebote entstanden ist und die konventionellen Medien unter Druck stehen,\u00a0 da Social Media ein Konkurrenzpotential von etwa 20% der Marktanteile hat.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationsfolien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/dgi-info.informationsassistent.de\/images\/Konferenz2012\/Vortr%C3%A4ge\/Session%202_Gundlach_Hofmann.pdf\">pdf<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der zweite Vortrag von Steffen Leich-Nienhaus von der Daimler AG behandelte das Thema <strong>\u201eLebensr\u00e4ume des Information Workers \u2013 Integration von internem und externem Web zu einem \u201eWeb Information Workplace\u201c\u201c<\/strong> am Beispiel des Unternehmens Daimler AG.Nach einer kurzen Einf\u00fchrung \u00fcber die Daimler Corporate Information Resources wurden sowohl die interne als auch die externe Web-Welt dargestellt, die beide nur einen Tab voneinander entfernt liegen. Die Probleme oder Fragestellungen befassen sich hierbei mit der Relevanz, Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t von Informationen. Als Ansatzpunkte f\u00fcr die Schaffung von Web Information Workplaces nannte Herr Leich-Nienhaus die Infrastruktur (Browser und Navigationspunkte), die verteilte Informationsabteilung, den Einsatz interner Social Media und die Integration gewohnter Werkzeuge. \u00a0In der Workplace Infrastructure von Daimler sind zum Beispiel eine Sidebar und eine Toolbar im Browser vorhanden, um als Schranken f\u00fcr die Informationsnutzung zu dienen. Als Navigationspunkte bereitgestellt werden Suchsysteme, interne Quellen, Datenbanken und interne Communities\/Experten. Ein wichtiger Punkt ist au\u00dferdem Zentralismus vs. Modularit\u00e4t. Daten werden so in verschiedener Form im Unternehmen verstreut, dass viele Motivationen wie Erreichbarkeit die Folge sind.Zudem erfolgt eine f\u00f6derierte Einbindung externer Quellen, um den Nutzer aus dem Fall durch die Weiten des externen Web aufzufangen. Die Motivationen f\u00fcr den Nutzer sind hier laut Herr Leich-Nienhaus beispielsweise die Informationen zu Volltexten (\u00fcber Teaser), Metadatenerg\u00e4nzungen und die Personalisierung des Netzes. In der internen Social Media k\u00f6nnen Nutzer Inhalte vorschlagen und bewerten.<\/p>\n<p>Letztendlich gew\u00e4hrte Herr Leich-Nienhaus einen guten Einblick, wie sich das interne und das externe Web in einem Unternehmen verbinden lassen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationsfolien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/dgi-info.informationsassistent.de\/images\/Konferenz2012\/Vortr%C3%A4ge\/Session%202_Grossmann_Leich-Nienhaus.pdf\">pdf<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das dritte Thema der Session lautete<strong> \u201eQualifikationsanforderungen an Fachkr\u00e4fte im Kontext von Web 2.0 Anwendungen\u201c<\/strong>. Da Gerd Gidion der KIT jedoch im Rahmen der Konferenz nicht pers\u00f6nlich erscheinen konnte, stand uns sein Vortrag in Form eines aufgezeichneten Videos zur Verf\u00fcgung. Leider reichte die Tonqualit\u00e4t nicht immer f\u00fcr ein g\u00e4nzliches H\u00f6rverst\u00e4ndnis aus.F\u00fcr die Untersuchung gab es drei Leitfragen. Welche Web 2.0 Anwendungen setzen Unternehmen derzeit und in n\u00e4herer Zukunft vor allem ein? Welche Sektoren sind von Web 2.0 Anwendungen besonders betroffen? Welche Qualifikationsanforderungen ergeben sich aus diesen Entwicklungen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte der mittleren Qualifikationsebene? Herr Gidion sprach davon, dass das Web 2.0 zur Normalit\u00e4t f\u00fcr den Laien-Nutzer geworden ist und sich sukzessiv ausbreitet. Wichtig sei die Fr\u00fcherkennung von Qualifikationsanforderungen. Sich entwickelnde Ver\u00e4nderungen m\u00fcssen fr\u00fch erkannt werden, um in der Berufsbildung darauf einzugehen. Doch die Frage, die sich nun stellt, ist doch: Wie erkennt man diese? Merkmale hierf\u00fcr sind laut Herr Gidion die schleichende Einf\u00fchrung von Neuem, das sich sukzessiv entwickelt sowie gr\u00f6\u00dfer werdende Anteile einer T\u00e4tigkeit bzw. ganz neu entstehende Berufe. Daher bestehe die Notwendigkeit der Professionalisierung.Leider musste ein Teil des Vortrags aus zeitlichen Gr\u00fcnden \u00fcbersprungen werden, sodass zwei dargestellte Beispiele nur fl\u00fcchtig geschildert werden konnten. So wurde bei einem Kfz-Hersteller die vorsichtige Nutzung von Web 2.0 in kontrollierten, internen Arrangements eingef\u00fchrt. Allgemein gehen Dienstleister immer mehr mit Angaben aus dem Netz um, so Herr Gidion.<\/p>\n<p>Bei einem abschlie\u00dfenden Anruf auf seinem Handy wurde von ihm auf Nachfrage noch einmal die letztendliche Qualifikationsanforderung an Fachkr\u00e4fte genannt: die Professionalisierung aus laienhaftem, privatem Gebrauch der Web 2.0 Anwendungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt lieferte die Session einen \u00dcberblick, welche Stellung Social Media im Bereich Journalismus, internem Web und bei der Qualifikation von Fachkr\u00e4ften einnimmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Session 2 am 22.03.2012 befasste sich mit dem Thema der \u201eWertsch\u00f6pfung mit Social Media\u201c. 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