{"id":335,"date":"2012-03-27T21:37:28","date_gmt":"2012-03-27T21:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/?p=335"},"modified":"2015-02-03T11:42:25","modified_gmt":"2015-02-03T11:42:25","slug":"session-8-nutzergenerierte-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/session-8-nutzergenerierte-daten\/","title":{"rendered":"Session 8 &#8211; Nutzergenerierte Daten"},"content":{"rendered":"<p>In Session 8 drehte sich alles um nutzergenerierte Daten. Den Anfang machte Dominik Fischer von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf mit seinem Vortrag &#8222;<em>Sind Tag-Verteilungen vom Inhalt der getaggten Ressource abh\u00e4ngig?<\/em>&#8220; der auf seiner Bachelorarbeit basierte. Hierbei teilte er 145.000 englischsprachige <a href=\"http:\/\/www.delicious.com\">Delicious<\/a> Dokumente automatisch in unterschiedliche Kategorien ein, je nachdem, ob es sich um Text Dokumente oder Applikationen, Startseiten oder Subseiten, Seiten mit einem Country Code (.de, .co.uk) oder mit einer allgemeinen TLD (.com, .org) handelte. Dann benutze er zwei verschieden Formeln (A1 und A2) zur Berechnung der Powertags aller Dokumente und untersuchte ob sich die Anzahl der so berechneten Powertags je nach Kategorie unterschieden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSeine beiden Formeln basierten auf der Frequenz eines Tags in Relation zur Frequenz des h\u00e4ufigsten Tags (A1) bzw. in Relation zur Nutzerzahl eines Dokuments (A2). In den ersten beiden Kategorien (Text\/Applikation und Startseite\/Unterseite) konnte er leichte Unterschiede ausmachen, in der dritten Kategorie jedoch nicht. Da die Kategorisierung jedoch automatisch vorgenommen wurden, ist nicht klar wie sauber die Kategorisierung war.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationsfolien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/dgi-info.informationsassistent.de\/images\/Konferenz2012\/Vortr%C3%A4ge\/Session%208_Fischer.pdf\">pdf<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgte Klaas Dellschaft von der Universit\u00e4t Koblenz-Landau mit seinem Vortrag &#8222;<em>Das Epistemic Model &#8211; Ein Modell zur Erkl\u00e4rung der Dynamik in Tagging-Systemen<\/em>&#8222;. Dellschaft hat das Nutzerverhalten bei freier Tagvergabe mit dem Nutzerverhalten unter Einfluss von Tagvorschl\u00e4gen verglichen. Da die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten von <a href=\"http:\/\/www.bibsonomy.org\/\">Bibsonomy<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.delicious.com\">Delicious<\/a> auf Systemen mit Tagvorschl\u00e4gen basierten, entwickelte er f\u00fcr die Untersuchung ein Modell zur Konzeptualisierung des Nutzerverhaltens beim Taggen. Ein Vergleich von echtem Nutzerverhalten mit simuliertem Nutzerverhalten auf Delicious und Bibsonomy ergab das sein epistemisches Modell dem echten Nutzerverhalten mehr glich als andere Modelle mit dem gleichen Ziel.<\/p>\n<p>Daraufhin nutzte er sein Modell um die Tagverteilungen bei freier und unfreier Tagvergabe zu vergleichen. Er beobachtete, dass das Wachstum des Taggingvokabulars immer sublinear ist, allerdings ist die Wachstumsrate bei freier Tagvergabe gr\u00f6\u00dfer als bei der Nutzung von Tagvorschl\u00e4gen, was seine These best\u00e4tigte, dass die Verteilung bei freier Tagvergabe n\u00e4her an der Wortverteilung in Texten ist.<\/p>\n<p>Desweiteren konnte er mithilfe von semantischen Netzen in seinem Modell seine Annahme, dass die semantische Breite eines Tags proportional zum Wachstum ist, belegen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationsfolien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/dgi-info.informationsassistent.de\/images\/Konferenz2012\/Vortr%C3%A4ge\/Session%208_Dellschaft.pdf\">pdf<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuletzt folgte der Vortrag &#8222;<em>Quo Kadis nutzergenerierte Metadaten<\/em>&#8220; von Johannes Hercher vom Hasso-Plattner-Institut f\u00fcr Softwaresystemtechnik.<\/p>\n<p>Hercher und seine Kollegen untersuchten die Frage, ob nutzergenerierte Metadaten f\u00fcr Bibliotheken und Archive von Bedeutung sind. Hierzu befragten sie per 51 Parteien, wobei 20 Parteien f\u00fcr nur Prim\u00e4rsammlungen verantwortlich sind, w\u00e4hren 31 auch f\u00fcr Sekund\u00e4rsammlungen verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Sie kamen zu dem Schluss, dass nutzergenerierte Metadaten insbesondere f\u00fcr Sekund\u00e4rbest\u00e4nde von hoher Relevanz sind, allerdings sind sie in Bibliotheken und Archiven noch nicht sehr verbreitet. Ein weiteres Problem ist die sehr geringe Nutzungsfrequenz.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationsfolien finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/dgi-info.informationsassistent.de\/images\/Konferenz2012\/Vortr%C3%A4ge\/Session%208_Hercher.pdf\">pdf<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Session 8 drehte sich alles um nutzergenerierte Daten. Den Anfang machte Dominik Fischer von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf mit seinem Vortrag &#8222;Sind Tag-Verteilungen vom Inhalt der getaggten Ressource abh\u00e4ngig?&#8220; der auf seiner Bachelorarbeit basierte. 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