{"id":70,"date":"2012-03-24T10:23:53","date_gmt":"2012-03-24T10:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/?p=70"},"modified":"2015-02-03T11:42:26","modified_gmt":"2015-02-03T11:42:26","slug":"social-software-im-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.phil.hhu.de\/dgi2012\/social-software-im-unternehmen\/","title":{"rendered":"Social Software im Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Die Podiumsdiskussion am 22.M\u00e4rz.2012 besch\u00e4ftigte sich vor allem mit der Thematik &#8222;Social Software im Unternehmen&#8220;. In der 1 1\/2 st\u00fcndigen Veranstaltung stellten sich Vertreter aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen Fragen rund um das Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dabei setzte sich der Gedankenaustausch aus den folgenden Teilnehmern zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Matthias Fank, FH K\u00f6ln<\/li>\n<li>Anja Rotering, Creditreform<\/li>\n<li>Antje Stobbe, Deutsche Bank<\/li>\n<li>Hans-Georg Schnauffer, Thyssen Krupp<\/li>\n<li>Klaus Tochtermann, ZBW Kiel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Clemens Weins vom DFKI in Berlin leitete durch die Diskussion.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf Vertreter aus der Wirtschaft waren sich im Gro\u00dfen und Ganzen einig dar\u00fcber, dass Social Media im Zusammenhang mit Unternehmen angekommen sei. Was das jedoch praktisch bedeutet, so gingen die Meinungen stark auseinander. Es wurde mehrfach deutlich gemacht, dass der Einsatz von Social Media Zeit ben\u00f6tigt und man den damit verbundenen Aufwand nicht untersch\u00e4tzen sollte. Aber dieser Aufwand sollte die Unternehmen nicht davon abhalten, sich mit Web 2.0-Diensten auseinanderzusetzen, da sie f\u00fcr den Zeitgeist stehen und durch die j\u00fcngeren Mitarbeiter bereits ihren eigenen Weg in die Unternehmen gefunden haben. Es wurde jedoch auch betont, dass man unterscheiden m\u00fcsste, ob Social Software aktiv oder passiv angekommen sei. H\u00e4ufig w\u00fcrden jedoch eine klare Zielsetzung sowie eine aktive Strategie fehlen. Aber nicht nur davon wurde der Erfolg abh\u00e4ngig gemacht, sondern auch von der Unternehmenskultur selbst, da der Einsatz von Social Media als sozialer Prozess zu verstehen ist. Fehlende Sozialisation f\u00fchrt dazu, dass die Dienste nicht angenommen oder nur sp\u00e4rlich genutzt werden. In diesem Fall tritt Rezeption statt Partizipation auf. Ein weiterer Grund hierf\u00fcr kann auch darin bestehen, dass nicht jeder Arbeitnehmer seine private Nutzung von Social Software mit dem beruflichen Bereich koppeln und vermischen m\u00f6chte. Eine aktive Nutzung findet meist nur statt, falls die Mitarbeiter einen pers\u00f6nlichen Mehrwert darin erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Diskussionspunkt war die Differenzierung von internem und externem Einsatz. Hierbei gingen die Meinungen deutlich auseinander. So wurde einerseits die Position vertreten, dass die interne Nutzung verst\u00e4rkt bei vielen Mitarbeitern angekommen ist, die externe Nutzung zur Kommunikation nach au\u00dfen hingegen von einzelnen Verantwortlichen betrieben oder von der Community selbt angesto\u00dfen wird. Demgegen\u00fcber stand jedoch, dass die Face-to-Face-Kommunikation in den meisten F\u00e4llen dem Einsatz von Social Media bevorzugt wird. Durch die Web 2.0-Dienste haben sich jedoch generell die Kommunikationsformen ge\u00e4ndert, die sich durch eine gr\u00f6\u00dfere Offenheit auszeichnen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde diskutiert, wie die Beteiligung unter den Mitarbeitern bei der Nutzung von Social Software gef\u00f6rdert werden kann. Dabei wurde darauf verwiesen, dass dem Arbeitnehmer der praktische Nutzen sowie Sinn und Ziel klar sein m\u00fcssen. Web 2.0-Dienste werden jedoch nicht richtig genutzt, wenn es keine entsprechende Strategie gibt, keine ausreichende Community vorhanden oder das Interface nicht ansprechend genug ist. Vor allem bei der Einf\u00fchrung von Social Software ist die Motivation zur Partizipation ein entscheidener Erfolgsfaktor. Dabei sollten Anreize gesetzt und die Vorteile klar kommuniziert werden. Bereits bei der Entwicklung und beim Aufbau sollten bottom-up Strategien verfolgt werden, um somit dem Kommunikationsbed\u00fcrfnis der Arbeitnehmer entgegenzukommen. Des Weiteren sollten ausreichend personelle Ressourcen vorhanden sein, um Social Media sinnvoll und erfolgreich zu pflegen und anzuwenden, denn die Implementierung an sich reicht nicht aus.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Diskussion wurden die Teilnehmer dazu befragt, ob Social Media im Unternehmen ein Muss sei. Das Meinungsbild zeigte eine klare Tendenz &#8211; alle Beteiligten bejahten diese Frage. Hans-Georg Schnauffer verwies darauf, dass jedoch dem Wann und Wie besondere Beachtung geschenkt werden muss. F\u00fcr Antje Stobbe war vor allem der positive Nutzen wie beispielsweise die Reputation hervorhebenswert. Von Matthias Fank wurde dazu noch angemerkt, dass man sich allerdings auftretenden Diskussionen auf Online-Plattformen stellen muss und diese nicht ignorieren darf. Anja Rotering betonte, dass durch Social Media die Kommunikationsh\u00fcrden im Unternehmen abgebaut werden und somit unverzichtbar sei. Abschlie\u00dfend machte Klaus Tochtermann deutlich, dass die externe Kommunikation \u00fcber Social Media auch selbstst\u00e4ndig stattfindet, ohne dass der Ansto\u00df hierf\u00fcr vom Unternehmen ausgeht.<\/p>\n<p>Die Podiumsdiskussion stellte einen informativen Einblick der verschiedenen Sichtweisen auf die Social Media-Nutzung in Unternehmen dar. Interessant war hierbei vor allem, dass die Beteiligten aus diversen Bereichen kamen und somit unterschiedliche Standpunkte miteinbrachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Podiumsdiskussion am 22.M\u00e4rz.2012 besch\u00e4ftigte sich vor allem mit der Thematik &#8222;Social Software im Unternehmen&#8220;. 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