Duelle mit der Feder: Studierende schreiben und synchronisieren ihren eigenen Western

Wie entsteht eigentlich eine gute Geschichte? Und wie viel lässt sich allein durch Blicke, Gesten und Körpersprache erzählen?

Diesen Fragen widmete sich der Workshop „Duelle mit der Feder – Schreibe und synchronisiere deinen eigenen Western“, organisiert von der Dante-Gesellschaft Düsseldorf. Geleitet wurde die Veranstaltung von Sophie Narr, Dozentin am Filminstitut, die die Studierenden zunächst in die Grundlagen des filmischen Erzählens einführte.

Im Mittelpunkt standen vier zentrale Elemente, die nicht nur für den Western, sondern für nahezu jedes Filmgenre unverzichtbar sind: Suspense, Spannung, Konflikt und Subtext. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte die Dozentin, wie diese vier Säulen die Grundlage eines gelungenen Drehbuchs bilden und Figuren sowie Handlungen glaubwürdig und interessant machen.

Nach der theoretischen Einführung folgte der praktische Teil des Workshops. Die Studierenden sahen ausgewählte Filmausschnitte zunächst ohne Ton. Dabei sollten sie ihre Aufmerksamkeit ganz auf die Gestik, Mimik und Proxemik richten. Aus diesen Beobachtungen entwickelten sie eigene Interpretationen der Szenen, erschlossen die Beziehungen der Charaktere und formulierten passende Dialoge.

Anschließend wurden die selbst geschriebenen Texte direkt vor den Filmszenen synchron eingesprochen. Dabei entstanden kreative, überraschende und oftmals humorvolle Versionen der Originalsequenzen. Die Studierenden arbeiteten mit großer Begeisterung mit und konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Ein besonderes Merkmal des Workshops war zudem die Sprache: Sophie Narr leitete die gesamte Veranstaltung auf Italienisch. Dadurch erhielten die Teilnehmenden nicht nur spannende Einblicke in die Welt des Drehbuchschreibens und der Filmsynchronisation, sondern konnten zugleich ihre Italienischkenntnisse in einem authentischen und kreativen Kontext anwenden.

Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie eng Sprachkompetenz, Kreativität und filmisches Erzählen miteinander verbunden sind – und wie viel Freude es macht, selbst einmal in die Rolle von Drehbuchautorinnen, Drehbuchautoren und Synchronsprecherinnen und Synchronsprechern zu schlüpfen.

Reel und Fotos https://www.instagram.com/p/DZr2aGxDaZa/?img_index=1

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