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Alles neu macht der Mai

(Kurz-)Filmfestivals…meine Erfahrungen beschränken sich dabei auf das Filmfest Düsseldorf, bei dem ich auch organisatorisch mitgewirkt habe und der Berlinale – allerdings als Besucher. Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, dass die wir von der Uni aus zu den Internationalen Kurzfilmtagen nach Oberhausen fahren können.

Tja, doch dann kam Corona und warf unser aller Leben über’n Haufen. Als ich meinen Seminarplan für dieses Semester erstellt habe, war ich kurz davor den Kurs doch nicht zu belegen. Irgendwie war mir klar, dass es keine Kurzfilmtage wie ursprünglich gedacht geben würde. Doch ich hab mich angemeldet und war einige Wochen später sehr erfreut die Mail zu lesen, in der stand, dass das Festival stattfindet, wenn auch nur online.

Einerseits war da diese Vorfreude auf ein Filmfestival, die sofort den typisch leicht muffigen Geruch von Kinosälen und leckerem Popcorn hervorrief. Doch gleichzeitig war da diese große Frage: Ein Filmfestival online?! Wie soll das bitte funktionieren? Denn für mich gehört zu einem Festival der Austausch nach den Filmen in der Vorhalle, das leise Flüstern zwischen den Filmen, oder die Gespräche mit den Filmemachern und die Möglichkeit ihnen selbst Fragen zu stellen. Die Skepsis war dementsprechend groß.

Wie auch die anderen hier, habe ich mir zur Einstimmung und Vorbereitung ein wenig auf dem Blog der internationalen Kurzfilmtage umgesehen. Die Idee an sich finde ich sehr gut, denn die dort angesprochenen Themen finde ich durchaus interessant. Doch auch ich hatte, und habe teilweise immer noch, große Probleme die Homepage von der Seite des Blogs auseinander zu halten und mir eine Übersicht zu verschaffen.

Ich logge mich also mit meinen Zugangsdaten ein und möchte die ersten Filme gucken. Die erste Kategorie die mir angezeigt wird ist: Children’s Film Competition 10+. Zwei Filme schaue ich mir hintereinander an „En route“ und „Têtard“ – gegensätzlicher könnten sie kaum sein. Während „En route“ ein Spielfilm ist, ist „Têtard“ ein Animationsfilm gemalt aus Wasserfarben. Während „En route“ das Leben einer Familie zeigt, die zu wenig Geld hat um sich genug Lebensmittel zu kaufen, handelt „Têtard“ von Geschwistern, die sich nicht leiden können. Beide Geschichten beruhen auf Teilen des wahren Lebens der Regisseure, wie sich im Gespräch nach den Filmen herausstellt. Und dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich den Film „Têtard“ richtig verstanden habe…doch ich kann mich nicht mit jemanden drüber unterhalten – es sei denn einer von euch hat den Film auch gesehen?

Viele Filme habe ich noch nicht sehen können, doch schon jetzt merke ich, dass bei mir kein bisschen das Gefühl aufkommt an einem Filmfestival teilzunehmen. Eher fühle ich mich so, als ob ich zwischendurch eine Folge meiner Serie bei Netflix schaue um eine Pause von meinem Alltag zu machen. Ich hoffe dieses Gefühl verändert sich noch. Und wenn nicht, ist es trotzdem eine einmalige Erfahrung daran teilzunehmen, denn alles neu macht der Mai besonders in Zeiten von Corona, wie Frau Doering uns gestern berichtet hat.

Nina

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